Scheideninfektion

Wie entsteht eine Scheideninfektion?

Fast jede Frau sieht sich mindestens einmal in Ihrem Leben mit einer Scheideninfektion konfrontiert. Es gibt unterschiedliche Erkrankungen, welche hauptsächlich durch verschiedene Bakterien und Pilze verursacht werden. Auch Viren und andere Organismen können eine Scheideninfektion auslösen, das kommt aber deutlich seltener vor. Zu den häufigsten Infektionen gehört die bakterielle Vaginose sowie die Hefepilzinfektion der Scheide. In einigen Fällen kann es auch zu Mischformen dieser Infektionen kommen.

Wichtig dabei zu wissen:

Eine gesunde Scheidenflora wird überwiegend von gesunden Milchsäurebakterien besiedelt, sogenannten Laktobazillen. Diese sind wichtig für die Abwehr von Krankheitserregern. Sie sind für das saure Scheidenmilieu verantwortlich, welche ungünstigen Bedingungen für unterschiedliche krankmachende Keime darstellt. Kommt es zu einer Infektion ist die Zahl der Milchsäurebakterien häufig reduziert und andere Keime breiten sich aus. Es gibt einige generelle Risikofaktoren, welche die Reduktion der Milchsäurebakterien begünstigen können:

  • Antibiotikabehandlung,
  • häufiger ungeschützter Geschlechtsverkehr,
  • übertriebene Intimhygiene,
  • hormonelle Schwankungen während des Monatszyklus,
  • hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren.

 

Was sind die häufigsten Scheideninfektionen?

Bakterielle Vaginose

Die bakterielle Vaginose zählt zu den häufigsten Scheideninfektionen. Sie entsteht durch ein Ungleichgewicht der Scheidenflora, wobei die ansonsten dominierenden, gesundheitsfördernden Milchsäurebakterien durch verschiedene andere Bakterien verdrängt werden. Die genauen Gründe für die Entstehung dieser Infektion sind nicht abschliessend geklärt. Eine Reduktion der schützenden Milchsäurebakterien (Risikofaktoren siehe oben) kann die Entstehung einer bakteriellen Vaginose aber begünstigen.

Hefepilzinfektion / Scheidenpilz

Nach der bakteriellen Vaginose ist die Infektion der Scheide durch Hefepilze die zweithäufigste Vaginalinfektion. In den meisten Fällen (85 – 95%) wird sie durch den Erreger Candida albicans ausgelöst. Dieser Hefepilz ist häufig in der Scheidenflora vorhanden, ohne jedoch eine Infektion auszulösen. Ähnlich wie bei der bakteriellen Vaginose, kann die Schwächung der eigenen Milchsäurebakterien und der lokalen Immunabwehr zu einer unkontrollierten Vermehrung von C. albicans führen.

Das Scheidenmilieu ist von hormonellen Schwankungen abhängig, weshalb Hefepilzinfektionen im Verlauf der verschiedenen Lebensphasen und des Monatszyklus unterschiedlich häufig auftreten. Frauen sind meist erst ab der Geschlechtsreife und bis zum Ende der Wechseljahre betroffen. Schwangere Frauen haben zudem ein grösseres Risiko einen Scheidenpilz zu bekommen. Bei nichtschwangeren Frauen treten die Infektionen jeweils zur Mitte des Monatszyklus (um den Eisprung) und direkt nach der Menstruation am häufigsten auf.

 

Was sind die Symptome einer Scheideninfektion?

Fast jede Frau sieht sich mindestens einmal in Ihrem Leben mit einer Scheideninfektion konfrontiert. Es gibt unterschiedliche Erkrankungen, welche hauptsächlich durch verschiedene Bakterien und Pilze verursacht werden. Auch Viren und andere Organismen können eine Scheideninfektion auslösen, das kommt aber deutlich seltener vor. Zu den häufigsten Infektionen gehört die bakterielle Vaginose sowie die Hefepilzinfektion der Scheide. In einigen Fällen kann es auch zu Mischformen dieser Infektionen kommen.

Welche Symptome können bei einer bakteriellen Vaginose auftreten?

Bakterielle Vaginose

Die typischen Symptome einer bakteriellen Vaginose sind:

  • Grau-weisslicher, dünnflüssiger Ausfluss,
  • unangenehmer, fischartiger Geruch.

Rötung und Juckreiz hingegen zählen im Normalfall nicht zu den typischen Symptomen einer bakteriellen Vaginose. Interessanterweise bleibt ungefähr die Hälfte der betroffenen Frauen gänzlich beschwerdefrei. Das Gleichgewicht der Scheidenflora kann sich also auch ganz ohne Auftreten von Symptomen verschieben.

Welche Symptome können bei einem Scheidenpilz auftreten?

Hefepilzinfektion / Scheidenpilz

Die Hefepilzinfektion unterscheidet sich hinsichtlich der Symptomatik klar von der bakteriellen Vaginose. Die typischen Symptome einer Hefepilzinfektion sind:

  • Gelblich-weisser, krümeliger Ausfluss ohne spezielle Geruchentwicklung,
  • Rötung mit Juckreiz, teilweise Brennen,
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.

Wichtig ist zu wissen, dass Juckreiz alleine kein sicheres Anzeichen für eine vaginale Pilzinfektion ist. Weniger als die Hälfte der Frauen mit genitalem Juckreiz leiden an einer Hefepilzinfektion. Somit ist eine ärztliche Diagnosestellung, genauso wie bei einer vermuteten bakteriellen Infektion, immer zu empfehlen, um eine passende Behandlung einleiten zu können.

Wie wird eine Scheideninfektion üblicherweise behandelt?

Behandlung einer bakteriellen Vaginose

Bei der Behandlung der bakteriellen Vaginose besteht die Möglichkeit einer systemischen oder lokalen Antibiotikatherapie mit Tabletten zum Schlucken, Vaginalzäpfchen oder Vaginalcremes. Eine systemische Antibiotikatherapie zur Behandlung einer vaginalen Infektion sollte jedoch nur falls unbedingt nötig zum Einsatz kommen. Als Alternative zur Antibiotikatherapie können auch breitwirksame Antiinfektiva (z.B. Dequaliniumchlorid) in Form von Vaginaltabletten verwendet werden. Der Vorteil besteht im breiten Wirkspektrum und der Unwahrscheinlichkeit der Entstehung von Resistenzen.

Behandlung einer Hefepilzinfektion / eines Vaginalpilzes

Zur Behandlung der Hefepilzinfektionen kommen häufig vaginale Cremen, Tabletten oder Ovula mit verschiedenen Antipilzmitteln (Azole, Nystatin, Ciclopirox) lokal zum Einsatz. In schweren Fällen können Azole auch als Tabletten zum Schlucken verabreicht werden.
Auch zur Behandlung von Pilzinfektionen können breitwirksame Antiinfektiva (z.B. Dequaliniumchlorid) in der Form von Vaginaltabletten als Alternative zum Einsatz kommen. Dies aufgrund ihres breiten Wirkspektrums, das neben einer Vielzahl von Bakterien auch verschiedene Hefepilze umfasst. Die Behandlungen dauern in den meisten Fällen nicht länger als 1 Woche. Wichtig nach der Behandlung der Infektion (egal ob durch Bakterien oder Pilze hervorgerufen) ist die Wiederherstellung der allenfalls geschädigten vaginalen Schleimhaut sowie der natürlichen Milchsäurebakterien der Vagina. Hierfür können beispielsweise Produkte mit Laktobazillen (auch in Kombination mit tiefdosiertem Östrogen) zur lokalen Anwendung eingesetzt werden. Dies soll dabei helfen, das Risiko eines erneuten Auftretens der entsprechenden Infektion zu reduzieren.

Begleitbehandlung bei Scheideninfektionen

Zusätzlich zur Behandlung der Ursachen der Scheideninfektionen können auch weitere Produkte zur Linderung der störenden Symptome eingesetzt werden. Das Ziel dabei ist, die Lebensqualität der betroffenen Frauen so rasch wie möglich zu verbessern. So können zum Beispiel lästige Symptome wie Rötungen, Juckreiz und Brennen im Intimbereich, welche häufig mit Scheideninfektionen einhergehen, durch Produkte wie dem VIVIFLOR SylTechTM Schaum einfach und schnell gelindert und eine Schutzbarriere aufgebaut werden.

Das gute Gefühl, Frau zu sein.